Eingewöhnungsphase

Das Kleinkind weiss, was das Beste für es ist. Lasst uns selbstverständlich darüber wachen, dass es keinen Schaden leidet. Aber statt es unsere Wege zu lehren, lasst uns ihm Freiheit geben, sein eigenes Leben nach seiner eigenen Weise zu leben. Dann werden wir, wenn wir gut beobachten, vielleicht etwas über die Wege der Kindheit lernen.
(Maria Montessori)

 

Für die meisten Kinder bedeutet der Kindergartenbesuch auch gleichzeitig dieerste Trennung von den häuslichen Bezugspersonen.

Daher ist die Eingewöhnungsphase besonders wichtig und unterliegt keinem Zeitdruck. Damit sich die Kinder langsam im Kindergarten eingewöhnen können, ist eine individuelle Ablösephase vom Elternhaus erforderlich. Dabei orientieren wir uns eng an dem Berliner Modell, einem pädagogischen Konzept, das den Kindern ermöglicht, langsam die fremde Umgebung kennen zu lernen und die Bindung zu den neuen Betreuungspersonen aufzubauen.

Um dies zu unterstützen, übernimmt eine pädagogische Fachkraft die Aufgabe als Bezugserzieherin für das jeweilige Kind in der Gruppe. Damit das Kind die Aufmerksamkeit der Bezugserzieherin für sich in Anspruch nehmen und Vertrauen aufbauen kann, beginnen nicht alle  Kinder unter drei Jahren zur selben Zeit.

In der Ablösephase ist es uns wichtig, dass das Kind individuell gesehen wird und die Eingewöhnungszeit bekommt, die es braucht. Nach Absprache kommen Eltern und Kind erst stundenweise in die Einrichtung, um den Kindergartenalltag kennen zu lernen. Um die Ablösephase von den Eltern zu unterstützen kann das Kind vertraute Gegenstände, wie zum Beispiel ein Kuscheltier mitbringen.

Wenn eine gewisse Vertrautheit entstanden ist, verlassen die Eltern für einen kurzen, abgesprochenen Zeitraum den Gruppenraum – bleiben aber dennoch in der Einrichtung. Mit zunehmender Sicherheit des Kindes wird der Zeitraum für die Abwesenheit der Eltern verlängert, dabei kann auch das vorübergehende Verlassen der Einrichtung erfolgen. Das Kind bestimmt durch seine Reaktion auf die Erzieherin und die Gruppe, wie lange die Abwesenheitsintervalle der Eltern sein werden. Diese Regelung kann je nach Bedürfnis des Kindes mehrere Wochen beibehalten werden. Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen wenn das Kind sich ohne Probleme von den Eltern lösen und von den Erziehern trösten lässt. Während

der Eingewöhnung legen wir großen Wert auf einen täglichen Austausch zwischen den Eltern und der Erzieherin.

Nach oben