Das Bild vom Kind

Der Mensch, wenn er werden soll, was er sein muss, muss als Kind sein, und als Kind tun, was ihn glücklich macht.
(Johann Heinrich Pestalozzi)

 

Zweijährige Kinder sind keine kleinen dreijährigen. Zweijährige beginnen gerade erst, ihr Ich-Bewusstsein zu entwickeln. Sie sind in dieser Phase noch sehr an die primären Bezugspersonen gebunden. Aus der Sicherheit dieser Bindung heraus entwickeln sie zunehmend Selbständigkeit. Sie gehen kurzzeitig auf Entdeckungsreise oder widmen sich eigenen Aktivitäten, brauchen aber immer wieder die Möglichkeit, sich ihrer Bezugsperson zu vergewissern und Kontakt aufzunehmen. Die Bindungsforscher haben herausgefunden, dass Kinder, die stabile Beziehungen haben, i.d.R. kooperationsbereiter, frustrationstoleranter, Fremden gegenüber aufgeschlossener und konzentrierter sind. Auch die Lernfähigkeit und Lernbereitschaft wird durch eine stabile Bindung maßgeblich gefördert:

 „Bindung ist Bildung“

 

Das Kind als „Akteur seiner Entwicklung“, denn …

  • Kinder haben Lust, die Welt zu entdecken,
  • der Säugling lernt von Geburt an durch Interaktion mit Erwachsenen
  • jedes Kind entwickelt sich individuell, in seinem eigenen Tempo,
  • die Bewegung / Tätigkeit ist Motor seiner Entwicklung,
  • der Erwachsene unterstützt die Eigenaktivität, ermöglicht ihm Raum und Zeit,
  • das Kind benötigt fürsorgliche, wohlwollende und feinfühlige Erwachsene,
  • das Kind benötigt Halt und stabile Bindung zu Erwachsenen,
  • die Kinder benötigen auch gleichaltrige Spielpartner

Nach oben